Rückblick: Golfrundreise Südafrika 2018, 12. - 23. Februar 2018

Ort: Südafrika

Reisebericht "Südafrika 2018" (Marcel Haremza)

 

Im letzten Jahr endete mein Reisebericht zu Südafrika mit: „wir kommen wieder“

Und Freunde der guten Reiselektüre…und wie wir wieder da waren J

Neue Route, neue Erfahrungen waren das Motto in diesem Jahr und was soll ich sagen, wir wurden nicht enttäuscht. Der Startschuss war dieses Jahr der Direktflug nach Johannesburg, für die Teilnehmer standesgemäß in der Nähe des Piloten, für den Reiseleiter standesgemäß in der Nähe der hinteren Toiletten.

Angekommen und sicher durch die Passkontrolle navigiert, wartete schon unserer klimatisierter Minivan auf uns. Ausgestattet mit reichlich stillem Wasser, dauerte es genau 20 Minuten, bis die erste Tankstelle angesteuert und die Teilnehmer mit ihrem ersten afrikanischen Bier versorgt wurden. Das kühle Heineken war genau das Richtige.

2 Stunde dauerte die Fahrt von Johannesburg nach Sun City, dem südafrikanischen Las Vegas und unserem Reiseziel für die nächsten 4 Nächte. Nach einchecken in unserem Casino Hotel, verabredeten wir uns zum Abendessen im typischen afrikanischen Restaurant. Es war unglaublich lecker.

Der erste Golf Tag stand auf dem Programm und welcher Platz ist gerade gut genug wenn die letzte Golfrunde von uns allen ca. 4 Monate zurückliegt?? Klar, der „Gary Player County Club“!! Seit Jahren einer der 3 besten Plätze Südafrikas, Austragungsort der „Nedbank Challenge“ auf der European Tour mit dutzenden prominenten Gewinnern und zusätzlich noch mit Slope 152 einer der schwersten Plätze weltweit… Meine wichtigste Aufgabe bestand also zu allererst einmal darin, die Anzahl der mitgeführten Golfbälle zu erhöhen und meine Herrschaften zum „nachladen“ in den Pro Shop zu schicken. Ausgestattet mit billigen Lake Balls ging es dann bei 32 Grad um 11 Uhr auf die Golfrunde…

Gut, zu dem Zeitpunkt war die Kältewelle in Deutschland in vollem Gange und die 50 Grad Temperaturunterschied wurde z.B. bei Achim damit kompensiert, sich dafür mit weniger Sonnencreme einzuschmieren… im Nachhinein konnte man festhalten, er hatte schon bessere Ideen.

Die Tage in Sun City verflogen, der zweite Platz, der „Lost City“, wurde ebenfalls von uns abseits der Spielbahnen mit Golfbällen versorgt, die Abende kulinarisch von uns im unfassbar traumhaften „Palace Hotel“ genossen und eine morgendliche Safari im anliegenden National Park war sogar gespickt mit Tieren, die ich sonst nur auf dem Spartensenden „National Geografic“ bewundern kann. Jetzt stand auf einmal ein Leopard vor unserem Iphones, dass sogar unser Safari Leader „John“ aus dem Häuschen war.

Schweren Herzens verließen wir also unseren Jurassic Park und machten uns auf dem Weg Richtung George. Das „Conrad Pezula Resort“ war nächster Stopp unserer Route, bestens bekannt durch den Aufenthalt im Vorjahr und das absolute Highlight Resort auf dem Trip. Gelegen auf der Klippe Knysnas, mit Blick auf dem Indischen Ozean, lässt dieses Hotel keine Wünsche offen!

3 Nächte waren wir Gäste, spielten den anliegenden Pezula Golf Club, sowie den auf der gegenüberliegenden Bergseite gelagerten Jack Nicklaus Platz, verköstigten abends die weltbekannten Knsyna Austern und spülten diese mit einheimischen Sauvignon Blanc runter. Es hätte uns deutlich schlechter treffen können! Aber das schöne war, die Reise war noch nicht vorbei. Im Grunde ging es golferisch jetzt erst richtig los.

Ok zugegeben, dass Pezula Hotel konnte man nicht mehr toppen, aber das Fancourt Resort in George ist ja auch hauptsächlich durch die drei Golfplätze bekannt und war für die letzten 4 Nächte unserer Reise Gastgeber. Kaum angekommen und eingecheckt, so ging es gleich wieder an Tee 1 des „Montague“ Courses. Jahrelang unter den 5 besten Plätzen des Landes, spielten wir in den Sonnenuntergang und beendeten den Tag auf der Clubhaus Terrasse mit Bier und Burgern.

Der „Quteniqua“ Course war am folgenden Tag unser Spielplatz und zum ersten Mal hatten wir das Gefühl, dass endlich mal ein Platz unser Spiel annimmt. Birdies über Birdies flogen uns um die Ohren und am Halfway wurde das gefühlt neue Single HDC gleich mit einer Flasche Wein gefeiert.

Der folgende Tag war unser langersehnte „freie Tag“…. Und was machen Golfer an einem freien Tag? Na klar, sie gehen Golfspielen! Und zwar nicht irgendeinen Golfplatz, nein, sie gehen auf den weltberühmten „Links at Fancourt“, Austragungsort des „Presidents Cups“, zahlreicher South African Open und Dunhill Cups. Zudem einer der schwersten Plätze der Welt und für Normalsterbliche eigentlich nicht unfallfrei zu bespielen…. „Macht nix, ich mach den Platz fertig“ war Brunos Aussage im euphorisch alkoholisierten Zustand am Vorabend. Er sollte seine Aussage noch früh genug bereuen.

Ich muss zugeben, etwas gemein war es von mir. Da es unser freier Tag war, entschloss ich mich kurzfristig, meine Truppe alleine auf den „Links“ zu schicken, natürlich checkte ich mit ihnen ein und begrüßte meinen Freund Marc den Golf Direktor. Ich brachte sie zum ersten Tee und trank mit ihnen einen Schluck Schottischen Whiskey zum Start. Nichtsdestotrotz beschlich mich ein ungutes Gefühl, dass am Abend keine neuen Platzrekorde gefeiert werden würden.

Am nächsten Tag stand unsere letzte Runde auf dem Programm und zwar im George Golf Club, einem 110 Jahre alten Platz im Zentrum der Stadt. Traumhaft eingebettet wie in einem Park, zudem leicht zu spielen. Komischerweise erreichte mich kurz vor der Abfahrt eine Nachricht von Achim und Kerstin mit folgendem Inhalt: „Liebe Truppe, wir lassen das heute mal mit Golfspielen, wir haben keine Lust mehr aufs Golfen und genießen das schöne Resort“ - Der „Links“ hatte wieder zwei Opfer mehr!

Die entspannte Runde im einfach zu spielenden Goerge Golf Club war ein schöner Ausklang einer traumhaften Reise. Eine tolle Route, mit den besten Golfplätzen, traumhaften Resorts und natürlich fantastischen Essen in allen Südafrikanischen Lokalitäten.

Fazit: Wir kommen definitiv wieder und zwar auf der selben Route!

 

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